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sivus.at
Seminarangebot
SIVUS-Paradigma

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Paradigmenwechsel   
 

SIVUS (schwedisch) heißt übersetzt:


S ocial Soziale
I ndivid individuelle Entwicklung
V ia durch
U tveckling gemeinschaftliches
S amwerkan Handeln

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"Alle Menschen bedürfen sozialer Beziehungen,
damit sie wachsen und sich entwickeln können"

S. Wallujo

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Das SIVUS Konzept

basiert auf der Idee des Psychologen Sophian Wallujo. Er arbeitete in den 70er Jahren  in der Erwachsenenbildung und erforschte Lernprozesse in Gruppen.
SIVUS kann überall dort angewendet werden, wo Menschen zusammen handeln, arbeiten und miteinander in Beziehung stehen.

Im SIVUS-Paradigma (="Vorbild") gehen wir davon aus, dass Menschen mit Behinderung Auftraggeber sind bzw. Kunden des Personals auf Basis eines Dienstleistungsabkommens. Woraus ein Recht der Auftraggeber auf Erfüllung der Leistungen folgt. Das Personal benötigt dementsprechend professionelle Instrumente und Arbeitsformen zur "Kundenorientierung".

Unter den Voraussetzungen dieses Auftragsverhältnisses heißt Kundenorientierung:

Erkennen der wirklichen Bedürfnisse,
gemeinsames Entwickeln der Arbeitsziele,
planmäßige Umsetzung dieser Ziele und
Bewertung der Arbeit usw. 
Professionelle "Meisterschaft" besteht darin, entwicklungs- und freiheitsfördernde Strukturen ohne Bevormundung zu realisieren. Eine solche Orientierung vermeidet auch Fehlinvestitionen.

Integration ist keine "Einbahnstraße" (was hieße: Menschen mit Behinderung sollen "normal" werden, um in die Gesellschaft zu passen). Vielmehr geht es darum, dass wir die Gesellschaft für die besonderen Qualitäten und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung öffnen und sie nach dem Normalisierungsprinzip begleiten.

In der Arbeit geht es primär um ein richtiges Verständnis von "Behinderung", d.h., Einschränkungen von Menschen durch ihre Behinderung zu kompensieren - nicht ihre Behinderung beseitigen zu wollen. Die Strukturen der Einrichtungen (und auf Dauer auch in der Gesellschaft) müssen nach demokratischen Prinzipien gewährleisten, dass Abhängigkeiten abgebaut werden, damit Menschen mit Behinderung ihr Persönlichkeitspotenzial ausschöpfen und immer eigenverantwortlicher und selbständiger ihren Lebensalltag bewältigen können.

Die Rechte auf ebenbürtigen Umgang, (z.B. Respekt vor der Privatsphäre), eigenständige Entwicklung (persönliche Ziele, soziale Kontakte, bedarfsgerechte Unterstützung) usw. der Menschen mit Behinderung sind von den Einrichtungen vertraglich zu fixieren und durch Controlling sicherzustellen.

Übergriffe - auch in Form subtiler Degradierung - sollen so verhindert werden.


Das Ziel von SIVUS

im Speziellen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, ist eine Person, die (in Anbetracht ihrer Fähigkeiten) so selbstständig wie möglich agiert, sowohl individuell als auch sozial, sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Einrichtung.


Die Orientierungsziele

im Begleiten sind Selbstvertrauen, Zusammengehörigkeit und Selbstständigkeit. Dem SIVUS-Konzept liegt das Normalisierungsprinzip zu Grunde, es wird durch soziale, funktionale und physische Integration ermöglicht


Über 250 Einrichtungen

in vielen Ländern arbeiten nach dieser Methode. SIVUS wurde Anfang der 70-er Jahre in Schweden im Zuge des Paradigmenwechsel als Qualitätssicherungsmaßnahme im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung eingeführt. Das SIVUS-Konzept wird in Schweden als fachliche Grundausbildung für das gesamte Personal angeboten und seither erfolgreich weiterentwickelt.  In Österreich breitet sich die Arbeit nach SIVUS seit 1994 aus. Das SIVUS-Pilotprojekt fand hier 1985-1994 unter der Leitung von Frau Karin Jomrich-Malmgren in Gmunden statt.Einrichtung.


Seminarangebot

Wir - Johanna Heimerl, Julia Leichtfried, Christa Marchese, Martin Wechselberger - beschäftigen uns seit vielen Jahren mit SIVUS und anderen Formen der sozialen Interaktion und Kommunikation.

Gerne geben wir unser Wissen, unsere Erfahrungen und Ideen an interessierte Institutionen, Unternehmen und auch Einzelpersonen weiter. Unter Seminarangebot finden Sie weiterführende Informationen.